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Das kann sich sehen lassen...

Bayern erzielt Tarifergebnis

25.02.2015 I Am Dienstag, den 24. Februar haben die Tarifparteien in Bayern sich auf einen "bayerischen Abschluss" geeinigt. 3,4% mehr Entgelt, eine Verbesserung der Altersteilzeit und ein guter Einstieg in die Bildungsteilzeit

Grundlage für den bayerischen Tarifabschluss war der am Vortag erfolgte Pilotabschluss im Tarifgebiet Baden-Württemberg. Demnach steigen auch in Bayern ab dem 1. April die Entgelte für die Beschäftigten um 3,4%. Darüber hinaus erhalten sie für die Monate Januar bis März eine Einmalzahlung in Höhe von 150 €.

Bei der Thematik Altersteilzeit konnte die massive Blockadehaltung der Arbeitgeber aufgelöst werden, so dass eine Fortführung mit einer Verbesserung der Altersteilzeit nun möglich ist. Gerade die unteren Entgeltbereiche profitieren vom Tarifergebnis, da diese künftig eine höhere Aufzahlung zur Altersteilzeit erhalten. Die IG Metall konnte im zähen Ringen auch die Fortführung der 4 % Quote Anspruchsberechtigung festschreiben. Die Arbeitgeber wollten hier künftig nur noch 2 % verankert haben.


Knackpunkt bei den bayerischen Verhandlungen war das Thema Bildungsteilzeit. Hier konnte in Bayern eine gute Lösung zum Einstieg in die Bildungsteilzeit erzielt werden. Es ist gelungen, hier einen Tarifvertrag zu vereinbaren, der es den Beschäftigten ermöglicht, ohne substanzielles Risiko in Weiterbildungsmaßnahmen zu gehen.


Jürgen Wechsler, Bezirksleiter der IG Metall Bayern, betonte nach dem Abschluss, dass es gelungen sei, für die Beschäftigten eine reale Entgelterhöhung durchzusetzen.


Percy Scheidler, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Aschaffenburg, bewertet den Tarifabschluss als positiv. " Wir sind mit 3 elementaren Forderungen in diese Tarifrunde eingetreten, wir haben 3 Lösungen in den neuen Tarifverträgen festschreiben können. All dies wäre ohne die starke Beteiligung in Aschaffenburg, Bayern und bundesweit nicht möglich gewesen. Alleine in Aschaffenburg haben sich über 13.000 Beschäftigte an den Warnstreiks beteiligt. Die neuen Tarifverträge wirken hier in den Regionen für über 28.000 Beschäftigte. Das ist ein Ergebnis, welches sich sehen lassen kann.