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Jubilar-Ehrung in Lohr

Metaller wollen Zeit statt Geld

Rund 50 langjährige Mitglieder aus Lohr und Umgebung wurden von der IG Metall am 23. November 2018 im IG Metall Bildungszentrum in Lohr geehrt. Die Frauen und Männer gehören der IG Metall seit 25 bis 70 Jahren an. Sie erhielten Ehrenurkunde, Uhr, Ehrenzeichen und das Jubiläumsbuch der Aschaffenburger IG Metall.

In der von Matthias Heßler (Art of Emotion) aus Lohr musikalisch umrahmten Feier nahmen die Bezirksjuristin des IG-Metall-Bezirks Bayern, Ute Opritescu und Birgit Adam als 2. Bevollmächtigte der IGM Aschaffenburg die Ehrungen vor.

In der Festrede erinnerte Ute Opritescu daran, dass die Metaller 2018 nach 34 Jahren einen weiteren Schritt zu moderneren Arbeitszeiten geschafft hätten. Über 333 000 seien in Bayern erstmals in der Geschichte in Tageswarnstreiks gewesen. Sie erreichten für Beschäftigte die Möglichkeit, vorübergehend die Arbeitszeit auf 28 Stunden zu verkürzen und Geld in freie Zeit umzuwandeln. Allein dafür lägen in Aschaffenburg schon rund 3000 Anträge vor.

Ute Opritescu schlug immer wieder den Bogen aus der Vergangenheit, über die Eintrittsjahre der Jubilare bis in die Gegenwart und zur Digitalisierung in der Zukunft, von den Kämpfen bis zu den Erfolgen und den Anteilen der Geehrten, die sich teilweise auch für die Gewerkschaft Textil-Bekleidung und für die Gewerkschaft Holz und Kunststoff ins Zeug gelegt hätten: für sichere, gerechte und selbstbestimmte Arbeit, für Teilhabe an wirtschaftlichen Erfolgen und für ein Stück Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft.

Von den Anfängen der Tarifautonomie bis zur Industrie 4.0 reichten auch die Ausführungen des erstmals eingeladenen Vertreters der Politik, des stellvertretenden Landrats und jahrzehntelangen Polizeigewerkschafters Harald Schneider (Karlstadt). Er verdeutlichte vor allem die Wichtigkeit einer starken Interessenvertretung.

Ein gemeinsames Essen leitete über zum gemütlichen Teil der Jubilarfeier, die vor allem auch dem Auffrischen und dem Austausch von Erinnerungen diente.