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Warnstreikwelle unter sonnigen Gegebenheiten

Warnstreik bei Linde Werk III, Leybold Optics, Emerson Process

06.05.2013 I Am heutigen 6. Mai rief die IG Metall Aschaffenburg die Betriebe Linde Werk III, Leybold Optics sowie Emerson Process zu Warnstreiks auf.

Ab 09.00 Uhr bzw. 09.30 Uhr beteiligten sich über 300 Kolleginnen und Kollegen von Linde an den Warnstreiks und darüber hinaus ca. 100 Warnstreikende aus den Betrieben Leybold Optics und Emerson Process. Auch eine Soli-Delegation der Beschäftigten von Continental Safety Alzenau hat sich an den heutigen Warnstreiks beteiligt.

Zu Beginn begrüßte Hans-Peter Weiss, Mitglied der Verhandlungskommission im Tarifbezirk Bayern die Warnstreikenden vor den Werkstoren bei Linde in Kahl am Main.

"Was uns die Arbeitgeber da angeboten haben, ist doch ein schlechter Witz, denn auf´s Jahr, auf die von uns geforderte Laufzeit von 12 Monaten gerechnet, sind das magere 1,9%", so Weiss in seiner Eröffnungsrede.

"Damit werden vielleicht die voraussichtlichen Preissteigerungen ausgeglichen. Mehr nicht! Ein fairer Anteil sieht anders aus", so Weiss weiter.

Um 10.00 Uhr setzte sich der Demonstrationszug in Richtung "Sandhase" im Ortskern von Kahl in Bewegung, wo zum Höhepunkt der Veranstaltung der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Aschaffenburg die derzeitige Situation schildert, und die Arbeitgeber auffordert, ein verhandlungsfähiges Angebot zu unterbreiten.

"Das Angebot der Arbeitgeber ist eine Provokation. Darauf können wir nur mit Warnstreiks reagieren", so Scheidler. "Das ist eine dreifache Nullnummer: Nullkommanichts für Mai und Juni und anschließend Null Reallohnsteigerung. Die Arbeitgeber brauchen jetzt Druck - und zwar massiven Druck, damit sie ihr mickriges Angebot deutlich verbessern, denn solide bis steigende Auftragslagen und Gewinne müssen auch ein ordentliches Plus für die Beschäftigten mit sich bringen", so Scheidler weiter.

Sollten die Arbeitgeber am 8. Mai kein Verhandlungsfähiges Angebot vorlegen sind wir für die weiteren Auseinandersetzungen gerüstet. Denn die Forderung von 5,5 % mehr Entgelt ist fair und gerecht, und die Kolleginnen und Kollegen stehen hinter ihrer Forderung.